|
Inzwischen war Wilhelm Heidelbach, der Sohn von Franz
Heidelbach, in den Betrieb eingetreten. Doch recht bald mußte
Wilhelm Heidelbach die Geschäftsführung alleine übernehmen,
da sein Vater Franz schon 1962 verstarb.
Rund 30 Mitarbeiter waren ständig damit beschäftigt,
das anfallende Material zu sortieren, zu bearbeiten und zu verladen.
Der Abtransport wurde zu Beginn mit Pferdefuhrwerken bewältigt
- später erhielt die Firma Heidelbach einen Gleisanschluß,
und ein Großteil der Schrottverladung wurde per Bahn vorgenommen.
In Anpassung an immer schneller werdende Verkehrswege wurden auch
LKWs angeschafft, die für die betriebseigenen Belange entsprechend
umgebaut wurden.
In den Nachkriegszeiten war ein ganz erhebliches Standbein
die Vermarktung von sortierten Altkleidern. Alleine 15 Mitarbeiterinnen
sortierten an Laufbändern die `Lumpensammelware´. Diese
wurde nach Sorten getrennt - in Ballen gepreßt und verkauft.
Ein Großteil dieser Ware wurde bis nach Italien verschickt.
Wegen selten werdender Altkleidersammlungen und immer höher
werdender Lohnkosten rentierte sich dieser Arbeitszweig nicht mehr,
so daß er nach 1975 eingestellt wurde.
Schrott und Metalle blieben - trotz erheblicher Preisschwankungen
- begehrte Rohstoffe. Die Verfahren zur Sortierung und weiteren
Verarbeitung wurden ständig verbessert und weiterentwickelt.
1975 verstarb Herr Wilhelm Heidelbach plötzlich
im Alter von erst 52 Jahren, und so wechselte die Geschäftsführung
in die dritte Generation. Seine Tochter und ihr Ehemann übernahmen
die Geschäftsführung ohne irgendwelche Vorkenntnisse.
Gute Geschäftsfreunde von Wilhelm Heidelbach standen mit Rat
und Hilfe zur Seite, so daß es möglich war, die Firma
aufrecht zu erhalten und sogar weiter auszubauen.
|